Damit die Boot-Einstellungen nicht für jeden Client einzeln festgelegt werden müssen, gibt es das ClientSet. Dieses spezifiziert die Boot-Einstellungen für einen oder mehrere Clients.
Clients können auf verschiedene Weise spezifiziert werden, über MAC-Adresse, IP-Adresse, System-UUID oder ein Netzwerksegment.
Einer solchen Gruppe von Clients können dann dieselben Bootoptionen mittels eines (oder mehrerer) BootSets zugewiesen werden.
Jedes ClientSet wird über eine eigene Sektion in der
Konfigurationsdatei festgelegt. Die Client-Sektionen müssen den Namen
client oder client.xyz... tragen.
Die Sektion client ist die Für die Root-Sektion der
ClientSets. Für diese gilt eine Besonderheit: Enthält sie keine
explizite Client-Spezifikation (Schlüssel id), so umfasst
sie automatisch alle Clients - außer den im globalen
Schlüssel ignored-clients angegebenen.
Alle anderen Client-Sektionen folgen dem Namensschema
client.xyz, wobei weitere Punkte im Namen erlaubt sind
(z.B. client.xyz.test1). Sie beziehen sich nur auf die
Clients, welche darin explizit im Schlüssel id angegeben
sind.
Beispiel
[client]
caption = "Alle PCs"
[client.sales]
caption = "PCs Vertrieb"
id = [ "mac:00:12:34:56:88:9A",
"mac:00:12:34:56:88:9B",
"mac:00:12:34:56:88:9C" ]
bootset = ["sales.1", "sales.2"]
tftp-window-size = 8
[client.production]
caption = "PCs Produktion"
id = [ "mac:00:12:34:56:77:1A",
"mac:00:12:34:56:77:1B",
"mac:00:12:34:56:77:1C" ]
bootset = "production" [client]
# Bezeichner für das ClientSet
caption = "Alle Clients"
# Bootset für diese Clients
bootset = "hdclone"
[client.special]
# Bezeichner für das ClientSet
caption = "Special Clients"
#
# Bootset für diese Clients
bootset = "hdclone"
...Dieses ClientSet definiert keine eigenen Clients, also erbt es die Clients des übergeordneten ClientSets. Da es selbst jedoch das Toplevel-ClientSet ist ("client"), sind das jegliche Clients, also "alle".
Neben den Allgemeinen Schlüsseln sind folgende Schlüssel sind für BootSet-Sektion definiert.
caption = <UTF-8 string>
caption-ascii = <ASCII string>
id = <client-id-uri> | [<client-id-uri>, ...] | <file-uri> | <dir-uri>
bootset = <bootset-name> | [<bootset-name>, ...] | <nested-inline-menu-def>
using-bootsets = [<bootset-name>, ...]
default-bootset = <bootset-name>
wake-on-lan = <dir-uri>
wake-on-lan-mode = "move" | "delete"
special = "is-rpi"
tftp-window-size = <integer:1-64>
tftp-max-block-size = <integer:512-1468>
tftp-force-block-size = <integer:512-1468>
tftp-packet-pacing = true | falseBenutzerdefinierter Name für die betreffende Sektion. Dieser Name wird innerhalb von BootCast verwendet, wenn dem Benutzer Informationen über bestimmte Sektionen angezeigt werden.
Eine alternative ASCII-Repräsentation des in caption definierten Namens. Diese muss zusätzlich zu caption angegeben werden.
Definiert, welche Clients zu zu einem spezifischen Clientset gehören, entweder als Einzelangabe oder als Array. Die Angabe erfolgt auf die in Clients spezifizieren beschriebenen Arten.
Angabe des Bootsets, das auf den Clients dieses Clientsets gestartet werden soll. Es können auch mehrere Bootsets angegeben werden. In diesem Fall wird auf den Clients automatisch ein Bootmenü angezeigt.
Benutzerdefinierter Pfad zur Ablage von temporären Dateien. Insbesondere bei der Verwendung von Archiven (ISO, WIM etc.) für Bootsets, werden die Dateien für eine bessere Leistung temporär abgelegt.
Benutzerdefinierter Pfad zur Ablage von temporären Dateien. Insbesondere bei der Verwendung von Archiven (ISO, WIM etc.) für Bootsets, werden die Dateien für eine bessere Leistung temporär abgelegt.